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Pflanzen vom Fachmann
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Maxi-Ideen für Mini-GärtenSo kommt auch ein kleiner Garten ganz groß raus"Die Schönheit eines Gartens hat im Grunde nichts mit seiner Größe zu tun". Diese motivie-renden Worte stammen von Gertrude Jekyll. Die weltberühmte Gartenarchitektin aus England wusste schon vor 100 Jahren aus der Not eine Tugend zu machen, nämlich wie man aus einem kleinen Garten ein großes Paradies zaubern kann. Damit Ihnen für Ihren Garten viele gute Garten-ideen zur Verfügung stehen, haben wir für Sie eine Reihe von gestalterischen Tricks zusam-mengestellt, mit denen Sie – mit unterschiedlich großem Aufwand – mehr aus der vorhandenen Fläche machen können. Optische TricksSpiegel: Die schnellste optische Vergrößerung eines Gartenwinkels erreichen Sie durch einen größeren Spiegel, den sie etwa an einer Haus-wand platzieren, wo er eine hübsche Gartensitu-ation reflektiert. Eingerahmt mit attraktiven Flie-sen und Skulpturen wird der Spiegel selbst zum Dekorobjekt.
Wasser: Eine Wasserfläche, auch eine kleine, bringt durch ständig wechselnde Spiegelungen zusätzliche Weite ins Gartenparadies. Wandgemälde: Ein Wandgemälde rund um einen Sitzplatz kann einen zusätzlichen Gartenraum vortäuschen. Am besten eignen sich Gar-tenmotive, die dem realen Gartenumfeld ent-sprechen und so die Illusion perfektionieren. Farben: Die sinnliche Wirkung von Farben ist unbestritten. Auch ihre optische Wirkung ist be-achtlich. Leuchtstarke Farbtöne wie Weiß und Gelb lassen Motive näherrücken. Blau dagegen rückt Gegenstände optisch in den Hintergrund. Ein blau blühendes Beet am Ende eines Gar-tenweges suggeriert räumliche Tiefe. Anderer-seits wirkt ein mit Weiß und Gelb erhellter Gar-tenwinkel näher. Trompe d'Oeil: Mit perspektivisch nach innen laufenden Streben eines Spaliers, Holzrahmens oder Mauerreliefs entsteht ein Trompe d'Oeil-Effekt. Er gaukelt dem Auge räumliche Tiefe vor und lässt den Eindruck entstehen, der Garten setze sich hinter einer Wand oder einem Gitter fort. Gestalterische KniffeSenkgarten: Für einen sicheren Vergrößerungs-effekt sorgen unterschiedliche Ebenen im Gar-ten. Ein Hügel zum Beispiel am Ende des Gar-tens suggeriert Weite.
Hochstämmchen & Kletterer: Rosen-, Weiden- und Zierkirschenstämmchen sparen Raum und setzen Blickfänge. Kletterpflanzen nutzen platz-extensiv die dritte Dimension und begrünen Per-golen, Pyramiden und sonstige Rankelemente.
Laubengang: Lange Beete und schnurgerade, breite Wege machen Gärten schnell durch-schaubar und langweilig. Das Auge findet keinen Halt. Dagegen setzen schwungvolle Pfade und Durchgänge Akzente, die Gärten aufregender erscheinen lassen. Ein kleiner Laubengang bindet die Vertikale mit in die Gartengestaltung ein und verstärkt den räumlichen Eindruck. Schlanke Lianengewächse wie Clematis lassen Licht und Luft in den Gang und sorgen so dafür, dass keine erdrückende Wirkung entsteht. Rankgerüste: Im Garten frei stehende Rankgerüste sind einerseits Platz sparende Raumteiler, die auch in kleinere Flächen Struktur bringen. Andererseits dienen sie beispielsweise einjährigen Kletterpflanzen als Aufstiegsmög-lichkeiten.
Fixpunkte: Das menschliche Auge schätzt Ent-fernungen ab, indem es nach Fixpunkten sucht, die Orientierung bieten. Haltepunkte im Garten können hohe Sträucher, aber auch großes Laub sein. Durch Verschiebung der Fixpunkte ändert sich auch das Raumempfinden. Wenn Sie gro-ßes Laub im Vordergrund und kleines Laub oder kurze Nadeln im Hintergrund platzieren, verlän-gern Sie eine Entfernung. Umgedreht angeordnet können natürlich Entfernungen auch optisch verkürzt werden.
Kontraste: Dunkles Laub vor hellem lässt eine Wegstrecke optisch länger erscheinen. Kulissen: Eine kulissenartige Pflanzung entlang eines Weges gaukelt Länge vor.
30°-Regel: Je kleiner Ihre Gartenfläche ist, desto mehr sollten Sie auf die Höhe der Sie umgeben-den Gehölze achten. Nicht nur, dass zu viele hohe Bäume und Sträucher zunehmend die Lichtverhältnisse verschlechtern. Auch die Gar-tenbehaglichkeit kann leiden. Nutzen Sie deshalb die sogenannte 30°-Regel. Sie besagt, dass man sich in einem Garten wohl fühlt, solange der optische Winkel einer Mauer, Hecke oder Gehölzkulisse weniger als 30° beträgt. In einem kleinen Garten kann eine geschlossene Randku-lisse fix über sich hinaus wachsen und Winkel von 45° und mehr erreichen. Je höher der Win-kelgrad, desto düsterer wirkt der Gartenraum. Ausgenommen von der 30°-Regel sind einzel-stehende Hausbäume.
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